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Praxis Dr. Dr. Stroink & Kollegen

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Wurzelkanal­behandlung

Die Wurzelfüllung, also die endodontische Behandlung oder Wurzelkanalbehandlung eines Zahnes, ist der Versuch, den marktoten Zahn zu erhalten. Die Wurzelbehandlung gehört dementsprechend in das Fachgebiet der konservierenden Zahnheilkunde. Ist dies nicht mehr möglich, besteht alternativ die Option, Zahnimplantate zu verwenden.

Anatomie des Wurzelkanalsystems

Die Zahnpulpa, die im Volksmund als Nerv bekannt ist, füllt die Pulpakammer und die Wurzelkanäle im Inneren eines Zahnes aus. Neben Nervenfasern enthält dieser Weichgewebskern auch Bindegewebe und Blutgefäße. Das Wurzelkanalsystem besteht aus einem oder zwei Hauptkanälen pro Zahnwurzel, von denen seitlich häufig weitere Kanäle abzweigen. Besonders an der Wurzelspitze ist das Wurzelkanalsystem oft sehr verzweigt. Die Wurzelkanäle stehen über eine Öffnung an der Wurzelspitze, dem sogenannten Foramen apicale, und über die Seitenkanälchen mit dem Zahnhalteapparat (Parodont) in Verbindung. Das Zahnmark, welches im Volksmund „Nerv" genannt wird, besteht jedoch neben dem Nerven aus weit mehr, wie z. B. den Gefäßen und dem Bindegewebe.

Erkrankungen der Pulpa und des Periapex

Durch Karies, aber auch durch Trauma, kann die Pulpa derart stark geschädigt werden, dass sie sich entzündet (Pulpitis) oder abstirbt (Nekrose). Diese Vorgänge sind oft von heftigen Schmerzen begleitet, da sich der durch die Entzündung aufbauende Druck im starren Wurzelkanal nicht entlasten kann.

Die Patienten klagen dann meist über einen dumpfen, pochenden und ausstrahlenden Schmerz im Bereich des schuldigen Zahnes, der auch nachts auftreten kann. Häufig greifen Erkrankungen der Pulpa im Bereich der Wurzelspitze auf den Zahnhalteapparat (Parodont) über und es entsteht eine Parodontitis apicalis. Darunter versteht man eine Entzündung des periapikalen Gewebes an der Wurzelspitze, die zur Auflösung (Resorption) des umgebenden Knochens und zur reaktiven Bildung von Zysten oder Granulomen führen kann. Durch Karies, aber auch durch Trauma kann das Zahnmark derart stark geschädigt werden, dass es abstirbt. Nachfolgend kommt es zu einer Entzündung dieses Gewebes und da die Karies bzw. eine Füllung o. Ä. den Zahn meist noch verschließt, breitet sich die Entzündung in das periapikale Gebiet, also das Gewebe um die Wurzelspitze herum aus.

Wurzelbehandlung bei Pulpitis und Pulpanekrose

Eine Wurzelbehandlung ist im Falle einer Pulpitis oder Pulpanekrose die letzte Möglichkeit den Zahn zu erhalten und stellt somit die einzige Alternative zu einer Zahnextraktion dar. Sie ist eine Behandlungsmaßnahme aus dem Gebiet der konservierenden Zahnheilkunde und ist eine Routinebehandlung in allen Zahnarztpraxen. Der Zahnarzt eröffnet bei der Wurzelbehandlung den schuldigen Zahn, um sich einen Zugang zum Wurzelkanalsystem zu schaffen, und entfernt das abgestorbene, infizierte und zerfallene Gewebe der Pulpa mit feinen Instrumenten. Mittels chemischer und mechanischer Aufbereitung werden die Wurzelkanäle gereinigt und erweitert. Die Dauer der Behandlung ist abhängig von der Entzündungslage bei Beginn der Behandlung und kann entweder in einer Sitzung erfolgen oder auch mehrere Sitzungen erfordern, wobei zwischenzeitlich desinfizierende Einlagen die Wurzelkanäle von Keimen befreien sollen. Anschließend erfolgt ein bakteriendichter Verschluss der Wurzelkanäle mit einer Wurzelfüllung beispielsweise aus Guttapercha. In vielen Fällen, meist in Abhängigkeit von der Resistenzlage des Patienten, heilen anschließend die Entzündungen an der Wurzelspitze ab.

Leider verzweigen sich die Wurzelkanäle im apikalen Bereich, so dass der Zahnarzt oft nicht in der Lage ist, alle Kanäle und Seitenkanäle vollständig zu säubern und abzufüllen. Nachfolgend entstehen dann wieder Entzündungen und es muss, um den Zahn erhalten zu können, eine Wurzelspitzenresektion (WSR) durch einen Kieferchirurgen durchgeführt werden. Bei der Wurzelbehandlung entfernt der Zahnarzt nun mit feinen Instrumenten das abgestorbene, stark infizierte und zerfallene Gewebe. Da die Wurzelkanäle sehr fein sind, kommt in gut ausgerüsteten Zahnarztpraxen bei derartigen Behandlungen das Operationsmikroskop zum Einsatz. Die Dauer der Wurzelbehandlung ist abhängig von der Entzündungslage bei Beginn der Behandlung und kann entweder in einer Sitzung erfolgen oder aber auch mehrere erfordern, wobei zwischenzeitlich desinfizierende Einlagen die Wurzelkanäle von Keimen befreien sollen. Abschließend wird der Wurzelkanal mit einer dichten Füllung, versehen, die röntgenopak ist, damit man die Füllung im Röntgenbild kontrollieren kann. In vielen Fällen, meist in Abhängigkeit der Resistenzlage des Patienten, heilen anschließend die Entzündungen an der Wurzelspitze ab.

Verläuft die Wurzelkanalbehandlung nicht erfolgreich, stellt die Wurzelspitzenresektion die letzte Möglichkeit zum Zahnerhalt dar.