Zahnimplantate Knocheneinheilung (Osseointegration)

Osseointegration

Die Außenflächen der Zahnimplantate sind mit makroskopischen Retentionen, meist Schraubengängen versehen, über die sie zunächst ihren Halt im Knochen finden. Im weiteren Verlauf der Heilung vollzieht sich die so genannte Osseointegration, wodurch das Zahnimplantat absolut fest in den Alveolarknochen einheilt. Dieser Vorgang spielt sich im mikroskopischen Bereich ab und liefert die eigentliche Verankerung des Implantates.

Der natürliche Zahn ist in dem parodontalen Gewebe aufgehängt und bewegt sich beim einwirken der Kaukräfte minimal. Im Gegensatz hierzu ist ein Zahnimplantat nicht beweglich und durch die so genannte Osseointegration innig mit dem Knochen verwachsen. Diese Verankerung vollzieht sich in den Wochen der Einheilung und ist abhängig von der Knochenqualität in den verschiedenen Kieferabschnitten recht unterschiedlich.

Verlauf_OsseointegrationIn der ersten Zeit nach dem Setzen des Zahnimplantates hält dieses lediglich durch die Retentionen der Oberfläche (z.B. Schraubengänge). Man nennt das die Primärstabilität, die durch die Sekundärstabilität abgelöst wird, wobei sich der Knochen mit der Oberfläche des Zahnimplantates fest verbindet. In der Übergangszeit sollte das Zahnimplantat nicht belastet werden, da eine Stabilitätslücke besteht, die zu Frühverlusten führen kann (Abb.: Verlauf der Osseointegration). Nach Abschluss der Einheilungszeit ist das Zahnimplantat sicher und kann prothetisch versorgt werden.