Kieferchirurgie und Gesichtschirurgie

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Weisheitszahnentfernung

Weisheitszähne - schmerzfrei entfernen

Retinierte_WeisheitszhneFür die Weisheitszähne verbleibt i.d.R. zu wenig Platz, so dass die Weisheitszähne häufig hinter den zweiten Molaren im Knochen impaktiert bzw. verlagert und eingeklemmt sind. Weisheitszähne, die dritten Molaren, wurden im Rahmen der Evolution zurückgebildet, da das glossary termViszerokranium gegenüber dem glossary termNeurokranium immer kleiner geworden ist und wird.

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Retinierte Weisheitszähne 18,28,38,48

Bereits heute gibt es einige Menschen, die keine Weisheitszähne mehr bekommen oder nur noch in Unterzahl. Derzeit bekommen unter den Europäern lediglich 3% der Bevölkerung ihre Weisheitszähne komplikationslos. Das Durchschnittsalter für den Durchbruch der Weisheitszähne liegt bei 19,2 Jahren, wobei viele Menschen ihre Weisheitszähne viel später - im weisen Alter - bekommen.

Selten können derartige Weisheitszähne in einfacher Weise extrahiert werden. Sie müssen durch Freilegung mit glossary termOsteotomie des Unterkieferknochens herausoperiert werden.

 

 

Was ist eine Zahnretention?

Teilretinierter_Weisheitszahn

Unter einer Zahnretention versteht man die teilweise oder vollständige Zurückhaltung von Zähnen im Kiefer, wobei die Zahnachse regulär oder auch irregulär sein kann.

 

 

 

Teilretineirter Weisheitszahn

Die variationsreichsten Verlagerungen sind möglich und auch Doppelanlagen von Weisheitszähnen werden unter derartigen Umständen beobachtet.

Doppelanlage_Weisheitszahn

Verlagerungen_Weisheitszahn

 

 

 

 

 

Variationsreiche Verlagerungen

Doppelanlage eines retinierten unteren Weisheitszahnes


Warum sollte man die Weisheitszähne entfernen?

Die Frage, ob retinierte/verlagerte Zähne nicht belassen werden können, ist aus vielerlei Gründen zu verneinen.

Denticio_difficilis_mit_Perokoronitis

Perimmandibulrer_Abszess

Im Verlauf des durch Platzmangel verursachten  erschwerten Durchbruchs kommt es zur so genannten „ glossary termDentitio difficilis “ mit „ glossary termPerikoronitis “, die eine Entzündung des den Weisheitszahn umgebenden Gewebes darstellt. Diese Entzündungen können sich bis zu einem perimandibulären  Abszess ausweiten, so nicht rechtzeitig antientzündlich behandelt wird.

 

 

 

 

 

 

 

Dentitio difficilis mit Perikoronitis

glossary termPerimandibulärer Abszess

Weisheitszahnwurzel

Nach Abklingen der akuten Entzündung muss der Zahn entfernt werden, weil sich derartige Geschehen wiederholen werden. Auch aus prothetischen und kieferorthopädischen Gründen sollten die verlagerten/ retinierten Weisheitszähne entfernt werden.

Bei prothetischen Maßnahmen, besonders bei Überkronungen der zweiten Molaren muss zuvor ein verlagerter/ retinierter Weisheitszahn entfernt werden, da bei nachträglicher Entfernung die Prothetik auf den Zähnen davor gefährdet ist.

 

 Kieferorthopädische Indikationen ergeben sich dadurch, dass durch den Platzmangel die erfolgreiche Behandlung verhindert oder ein gutes kieferorthopädisch Ergebnis durch das Schieben des Weisheitszahnes wieder zu Nichte gemacht wird.

 

 

 

 

Weisheitszahnwurzel umfasst den glossary termNervus alveolaris inferior

Retinierte_Weisheitszaehne

Besonders folgenreich gestalten sich operative Weisheitszahnentfernungen, wenn die Wurzeln der Zähne bis an den Nervus alveolaris inferior, den Unterkiefernerven, heranreichen oder diesen sogar umfassen.

 


 

 

 

Retainer im Frontzahnbereich damit die KFO-Behandlung nicht durch die nachschiebenden Weisheitszähne in Frage gestellt wird, weiterhin deutliche Beziehung zwischen Unterkiefernerv und Wurzeln des Weisheitszahnes.

 

Was ist bei der Operation zu beachten?

Die Operation muss dann sehr sorgfältig u.U. mit Mehrfachzerteilung des Zahnes erfolgen, damit der Nerv nicht beschädigt wird. Daraus ergibt sich, dass vor einer operativen Weisheitszahnentfernung immer eine subtile Röntgendiagnostik vorliegen muss, die in bestimmten Fällen auch ein glossary termDVT oder CT nach sich ziehen kann. Dazu gehört natürlich immer eine sorgfältige und termingerechte Aufklärung des Patienten, damit er sich ohne Zeitdruck für die Operation entscheiden kann.

Es ist also empfehlenswert, rechtzeitig, ca. um das 15. Lebensjahr herum, eine Panoramaaufnahme anfertigen zu lassen, um Weisheitszähne zu lokalisieren und sie eventuell vor dem abgeschlossenen Wurzelwachstum entfernt werden können.


Das operative Vorgehen bei der Weisheiszahnentfernung

Die operative Weisheitszahnentfernung erfolgt in Abhängigkeit von der jeweiligen Schwere des Eingriffs entweder in lokaler Betäubung oder in Vollnarkose.

Bei der Operation wird zunächst die Schleimhaut aufgeklappt, danach der Knochen, in dem der Zahn verankert ist, mit einer Fräse osteotomiert, dann der Zahn mit einem Hebel gelockert und entfernt.

Die Wunde wird vernäht, der Patient erhält eine Schmerzmedikation und wird, wenn möglich, angehalten für 3 Tage zu kühlen. Nach einer Woche erfolgt die Nahtentfernung. Bei der guten Heilungstendenz in der Mundhöhle sind Komplikationen selten.

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