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Plastische Chirurgie

Plastische Chirurgie

Es geht um Ihr Gesicht, Ihre Lebensqualität

Faltenunterspritzung / Botox®

Faltenunterspritzung mit Botox® und Hyaluronsäure

Zunehmendes Alter führt im Gesicht zu mehr oder weniger ausgeprägter Faltenbildung. Die Hautelastizität geht verloren und das darunter liegende Gewebe erschlafft. Weitere Ursachen einer Hautalterung sind u. a. im Rauchen und in einer intensiven Sonneneinstrahlung zu sehen.

Zornesfalten

Zornesfalten (Glabellafalten) Vertikale Falten zwischen den Augenbrauen signalisieren Sorge und Zorn. Auf unser Gegenüber kann dadurch eine negative Emotion ausgelöst werden. Die Faltenbildung wird durch den ständigen Zug der mimischen Muskulatur hervorgerufen. Häufig besteht auch eine Muskelhypertrophie.


Faltenunterspritzung

Botox® bzw. Botulinumtoxin ist ein hochwirksames Gift, das die Signalübertragung an der neuromuskulären Endplatte hemmt. Dadurch wird die Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin verhindert. Folge ist bei einer Anwendung im Gesicht eine Einschränkung der mimischen Muskulatur. Dadurch werden bestehende Falten durch Muskelentspannung beseitigt.

Vor allem früher kam es nicht selten zu einer gefürchteten schweren Vergiftung durch das Toxin, welches häufig durch den Verzehr verdorbener Nahrungsmittel erworben wurde. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Botulismus (Erstbeschreiber Justinus Kerner 1817). Wenn keine Behandlung erfolgte, konnte eine Vergiftung (Intoxikation) über eine Atemlähmung zum Tode führen.

Heute kann Botox® in der modernen Medizin therapeutisch genutzt werden. Neben der Behandlung von neurologischen Erkrankungen kommt es besonders in der ästhetischen Medizin zum Einsatz. Insbesondere in der Faltenbehandlung findet es durch Lähmung hyperaktiver Gesichtsmuskeln breite Anwendung.

Botulinumtoxin ist ein zweikettiges Polypeptid und lässt sich serologisch in sieben verschieden Untergruppen, die Typen A - G, unterteilen. Die verschiedenen Untergruppen unterscheiden sich in ihrer Wirkdauer und Potenz, wobei dem Typ A die stärkste Wirkung und längste Dauer.

Botulinumtoxin wirkt an der neuromuskulären Endplatte und hemmt hier die Freisetzung eines Botenstoffes (Acethylcholin). Dieses führt wiederum zu Lähmungen der entsprechenden Muskulatur und somit zur Erschlaffung des Muskels infolgedessen die darüberliegende Haut glatt wird und entspannt. Die Aufnahme des Neurotoxins in die Nervenzelle erfolgt durch eine rezeptorvermittelte Endozytose. Es entsteht ein Endosom, in dessen Inneren das Neurotoxin seine Konformität ändert. In diesem sauren Milieu erfolgt die Spaltung der Disulfidbrücke und die leichte Kette des Botulinumtoxins wirkt als zinkabhängige Endopeptidase mit proteolytischer Aktivität. Sie spaltet im Zytosol ein bestimmtes Protein des SNARE-Komplexes (soluble N-ethylmaleimide-sensitive-factor Attachment receptor), das für die Exozytose der Acethylcholinvesikel verantwortlich ist. Der SNARE-Komplex ist ein Fusionskomplex, der aus drei Proteinen besteht: 1) dem Synaptobrevin 2) dem SNAP 25 3) dem Syntaxin.

Eine Inaktivierung von nur einem Protein führt zur Funktionslosigkeit des SNARE-Komplexes. Die Erregungsübertragung wird dadurch unterbunden, so dass es in der quergestreiften Muskulatur zu einer schlaffen Parese führt und in der glatten Muskulatur eine Atonie zur Folge hat. Zehn bis zwölf Wochen nach einer Injektion kommt es zur Ausbildung von neuen SNARE-Komplexen.

Wirkdauer von Botox®

Die erste Wirkung tritt frühestens 24 bis 48 Stunden nach Injektion auf. Nach etwa 2 Wochen ist dann das Wirkmaximum erreicht. Nach Neubildung der SNARE-Komplexe lässt die Wirkung allmählich nach. Somit hält die Wirkung etwa 3 Monate an. Es gibt jedoch auch gewisse Schwankungen in der Wirkdauer.

Botox®-Präparate und Dosierung

Auf dem deutschen Markt wird das Botulinumtoxin A unter verschiedenen Handelsnamen angeboten:

  • Botox®
  • Vistabel®
  • Dysport®
  • Azzalure®
  • Xeomin®
  • Bocouture®

Bezüglich der Dosierung der einzelnen Präparate ist auf die biologische Aktivität des Serotyps zu achten.

Botox® sollte nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Botulinumtoxin A oder sonstiger Bestandteile
  • Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom (neuromuskuläre Erkrankungen)
  • Allergie gegen den Wirkstoff oder die Zusatzstoffe
  • Infektionen im Behandlungsgebiet
  • Koagulopathien
  • Behandlung mit Antikoagulantien (z. B. Marcumar®, ASS....)
  • Schwangerschaft und Stillzeit wegen unzureichender Erfahrung
  • Überzogene Erwartungshaltung an die Behandlung

Wechselwirkungen

Bestimmte Medikamente können die Wirkung des Botulinumtoxins beeinflussen. Deshalb ist der Arzt unbedingt über die Einnahme bestimmter Arzneistoffe zu informieren. Dazu gehören:

  • Medikamente wie Aminoglykosid-Antibiotika (Gentamicin, Spectinomycin, Tobramycin,Netilmicin, Amikacin)
  • Muskelrelaxanzien des Tubocurarin-Typs können die Wirkung verstärken Nebenwirkungen

Die Anwendung von Botulinumtoxin ist in der Regel komplikationsarm. Es kann zu lokalen Schmerzen führen, die mit einer Rötung und Schwellung einhergehen. Hämatome und Infektionen können auftreten. Eventuell auch Lähmungen (Paresen) der benachbarten Muskeln. Das Ausmaß und die Häufigkeit der unerwünschten Effekte sind je nach Lokalisation sehr unterschiedlich. Unerwünschte Nebenwirkungen sind aber ebenso rückgängig (reversibel) wie die erwünschten.

Therapieversagen

Bei der Anwendung von Botulinumtoxin besteht die Möglichkeit einer Antikörperbildung, die zu einem Therapieversagen führen kann. Risikofaktoren für eine Antikörperbildung sind hohe Dosen und geringe Zeitintervalle zwischen den einzelnen Behandlungen bzw. Injektionen. Ein Mindestintervall von 2 Monaten sollte unbedingt eingehalten werden

Antidot – Gegengift

Als Gegengift für das Botulinumtoxin steht ein polyvalentes Botulismus-Antitoxin vom Pferd zur Verfügung. Nur im Blut zirkulierendes Toxin kann neutralisiert werden

Off-Label-Use

Die medizinische Anwendung zugelassener Fertigarzneimittel außerhalb des in der Zulassung genehmigten Gebrauchs bezeichnet man als Off-Label-Use. In der ästhetischen Medizin können mimische Gesichtsfalten durch Injektion von Botulinumtoxin A geglättet werden. In Deutschland sind nur die Präparate Bocouture® und Azzalure® für die Behandlung von Glabellafalten zugelassen.

Hyaluronsäure wird zur Faltenglättung vorzugweise an folgendene Körperpartien eingesetzt:

  • Augenregion
  • Nasen- und Wangenregion
  • Mund – Lippe
  • Kinnregion

Faltenbehandlung auf natürlichem Wege mit Hyaluronsäure

Die Hautalterung ist entscheidend geprägt durch eine nachlassende Elastizität und einer Abnahme der Spannkraft. Rauchen und häufige Sonnenbäder beschleunigen diesen natürlichen Prozess und führen zum Entstehen von trockener Haut und sog. 'Knitterfältchen'. Prinzipiell lassen sich fast alle Falten und Fältchen vermindern oder sogar komplett korrigieren. Jedoch sind Dauer und Intensität der Verbesserung von wichtigen Faktoren wie der Faltentiefe, dem Hautbild und dem Lebensstil abhängig. Die Hyaluronsäure, die von Natur aus in der menschlichen Haut zu finden ist, sorgt u. a. für deren Elastizität, Geschmeidigkeit und die jugendliche Frische. Wichtigste Aufgabe dieser in allen lebenden Organismen vorkommenden Substanz ist es, Wasser aufzunehmen und zu binden. Somit kann durch die Gabe von Hyaluronsäure insbesondere Volumen gewonnen werden und gleichzeitig werden Falten weicher oder verschwinden ganz. Die Wirkung der Hyaluronsäure hält zwischen sechs und zehn Monate an und baut sich auf natürlichem Wege wieder ab.

Aufbau der Hyaluronsäure im Detail

Die Hyaluronsäure ist ein Polysaccharid und findet sich in Körperflüssigkeiten und Geweben des Menschen. Der größte Teil davon befindet sich in der Haut und zwar in der Dermis und Epidermis. Die Substanz Hyaluronidase erfüllt zahlreiche biologische Funktionen. Sie dient zum Beispiel als Gerüstbaustein der extrazellulären Matrix (d.h. sie stabilisiert den Raum zwischen den Zellen der Haut) und ist zudem als Signalstoff aktiv. Unter physiologischen Bedingungen trägt es negative Ladungen und besitzt ein hohes Wasserbindungsvermögen und zeigt viskoelastische Eigenschaften. Im Embryonalstadium führen erhöhte Hyaluronsäurespiegel im Gewebe zur Mobilität der Zellen. So ist z. B. die Sprossung der Gliedmaßen hyaluronsäuregebunden. Die Biosynthese der Hyaluronsäure erfolgt an der Zelloberfläche enzymatisch durch Hyaluronsäuresynthasen ohne spezifische Proteinbindung. Ebenfalls an der Zelloberfläche erfolgt der biologische Abbau der Hyaluronsäure enzymatisch durch Hyaluronidasen. In der ästhetischen Medizin wird Hyaluronsäure in hoch gereinigter, nativer Form zur Stimulation anaboler Leistungen der Firbroblasten eingesetzt. In vernetzter Form ist die Hyaluronsäure wasserunlöslich und eignet sich deswegen zur Volumensubstitution in der Haut. Eine neue Entwicklung sind die monophasischen Filler, die statt Partikel eine kohäsive polydense Matrix (CPM) enthalten.

  • Generation (Hylaform®): seit 1996 in Europa vertrieben war der erste dermale Filler auf Hyaluronsäurebasis. Die Hyaluronsäure wurde aus dem Hahnenkamm gewonnen. Vernetzungsmittel war Divinylsulfon (DVS). Mittlere Teilchengröße: 700 Mikrometer
  • Generation (Restylane®): hier wurde die Hyaluronsäure aus Streptococcus equi gewonnen. Vernetzungsmittel war 1,4-Butanediol-Diglycidylether (BDDE). Mittlere Teilchengröße: 600 Mikrometer. Auch Biphasischer Filler
  • Generation (Puragen®): Hyaluronsäure wird aus Streptokkoken gewonnen. Vernetzungsmittel war 1,8 Diepoxyoctane (DEO).
  • Generation: seit 2004 monophasische Hyaluronsäure-Filler, wasserunlösliches Gel Herstellung durch Streptokokken. Quervernetzung durch BDDE (s.o.) führt zu einer sogenannten CPM=cohesive polydensified matrix
  • Welchen Effekt hat Hyaluronsäure?

    Ein 'lifting effect' am Ort der Injektion ist sofort sichtbar, da das Gewebe umschrieben angehoben wird. Die Ausbreitung der Hyaluronsäure im Gewebe hängt von der individuellen Beschaffenheit der Haut, der viskoelastischen Eigenschaft des Gels und der Partikelgröße ab. Je niedriger die Viskoelastizität des Gels, desto besser die Verteilung.

    Monophasische Filler breiten sich eigenständig sichtbar im Gewebe aus. Techniken der Injektion. Am meisten wird die lineare Tunneltechnik und die serielle Punkttechnik zur Augmentation verwendet:

    • Tunneltechnik: Der Filler wird nach dem Vorschieben der Kanüle beim langsamen Zurückziehen implantiert.
    • Punkttechnik: Der Filler wird durch dicht beieinander liegende Injektionspunkte in die obere Dermis eingebracht.

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