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Kieferchirurgie

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Tumorchirurgie

Tumoren: gutartig oder bösartig?

Die Tumorchirurgie ist ein weites Feld, da es so gut wie kein Organ gibt, welches nicht von Tumoren befallen werden kann. Der Begriff Tumor ist sehr ungenau. Er bezeichnet unabhängig von der Genese jegliche Art von Gewebevermehrung, Schwellung oder Verhärtung in einem Organ. Grundsätzlich muss zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren unterschieden werden.

Ursachen für Tumorbildung und Behandlung

Die Ursachen für die Entstehung sind mit geringen Ausnahmen in schlechter Mundhygiene, dem Rauchen und vermehrtem Alkoholkonsum zu suchen. Je nach Ausmaß des Tumors kann es passieren, dass neben der regionalen Tumorresektion auch Anteile des Kiefers mit entfernt werden müssen. Zusätzlich erfolgt in Abhängigkeit von der Ausdehnung des Tumors die Ausräumung der regionalen Lymphabflusswege, z. B. in Form einer 'suprahyoidalen Lymphknotenausräumung' bzw. einer 'Neck dissektion'. Die Rekonstruktion der resezierten Kieferanteile erfolgt mit alloplastischen Titanplatten. Handelt es sich um die Rekonstruktion des Oberkiefers, wird der Defekt meist mit so genannten Obturatorprothesen verschlossen, damit die Atmung, die Sprache und die Nahrungsaufnahme weiterhin gewährleistet sind. Eine ergänzende Radio-Chemotherapie ist anzuraten.


Gutartige Tumoren sind autonom wachsende Geschwülste der verschiedenen Organe oder der Haut, die meist verdrängend wachsen. Verdrängungsmuster eines gutartigen Tumors Die Entstehungsarten sind mannigfaltig, so können spontanes lokales Wachstum des Muttergewebes oder äußere Reize die Ursache sein. Zu dieser Art Tumoren gehören z. B.: Muttermal ( Naevus ), Fibrom, Myom, Chondrom, Adenom, Papillom. Durch die operative Entfernung, egal mit welcher Methode, können benigne Tumoren entfernt werden und treten danach auch nicht wieder auf. In der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie werden derartige Veränderungen im Gesicht meist aus ästhetischen und funktionellen Gründen entfernt. Kleine Neoplasien können in lokaler Betäubung oder Leitungsanästhesie entfernt werden. Größere Veränderungen an den Lidern, dem Nasenflügel oder den Lippen, die nach Entfernung eine aufwendige Rekonstruktion, z. B. mit einer Lappenplastik verlangen, sollten in Vollnarkose operiert werden. Immer ist jedoch eine feingewebliche Untersuchung des entnommenen Gewebes zu fordern, da sich hinter einer gutartigen Neubildung auch einmal ein bösartiger Tumor verbergen kann, der einer weiteren Behandlung bedarf.

Bösartige Geschwülste zeichnen sich ebenfalls durch ein autonomes Wachstum aus haben aber zusätzlich die Eigenschaft, invasiv, zerstörend zu wachsen und Tochtergeschwülste zu bilden. Zu den bösartigen Tumoren gehört in erster Linie das Karzinom, weiterhin sind die Sarkome, Teratome, die Leukämien, die Lymphome und die Melanome zu nennen. Eine Sonderstellung nimmt das Basaliom ein, welches infiltrativ wächst, aber in der Regel keine Metastasen setzt. Bei den bösartigen Tumoren ist die einfache Resektion nicht ausreichend. Zunächst muss ein entsprechender Abstand zu der Geschwulst eingehalten werden, damit der Tumor "im Gesunden" entfernt wird. Weiterhin müssen die Lymphabflusswege therapiert werden, um die Metastasierung zu verhindern. In den meisten Fällen kommt eine Bestrahlung, eine Chemotherapie oder eine Kombination der beiden Methoden ergänzend zur Anwendung, um wirklich alle Möglichkeiten der Tumorbekämpfung auszuschöpfen. In der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie ist das Mundhöhlenkarzinom der häufigste bösartige Tumor.

Da das meist ungeschützte Gesicht vermehrt den ultravioletten Strahlen ausgesetzt ist, treten Basaliome hier häufiger als am übrigen Körper auf. Es gilt diese rechtzeitig entfernen zu lassen. Im Anfangsstadium sind sie meist klein und können mit einem umschriebenen Eingriff in Lokalanästhesie leicht entfernt werden. Sind sie allerdings bereits ausgedehnt oder sogar zu einem Ulcus terebrans geworden, wird die Entfernung schwierig, da bereits Nachbarstrukturen in Mitleidenschaft gezogen worden sind und die Rekonstruktion damit sehr umfangreich ausfällt.

Als weiterer, ausgesprochen bösartiger oder besser der bösartigste Tumor des Gesichtes ist das maligne Melanom zu nennen. Häufig wird es leider mit einem harmlosen Naevus verwechselt. Auch ist es angesagt, den Tumor so früh, wie möglich zu entfernen. Besser es wird ein Muttermal zu viel operiert, als dass ein Melanom vergessen wird. Aus diesem Grunde ist die histologische Aufarbeitung des entnommenen Materials überaus wichtig. Eine Zwischenstufe nehmen die Präkanzerosen ein. Präkanzerosen sind Gewebeveränderungen, die zunächst nicht maligne sind, jedoch zu bösartigen Neoplasien mutieren können. Alle Patienten, die einen bösartigen Tumor hatten, gehören selbstverständlich in eine regelmäßige Tumornachsorge, wie sie in unserer Praxis durchgeführt wird.


Näheres zur Tumorchirurgie erklären wir Ihnen gerne persönlich. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!