Die Bedeutung des Zahnimplantate-Designs
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Das Zahnimplantat Design ist für die Verankerung des Zahnimplantates im Knochen von großer Bedeutung. Das Zahnimplantat-Material ist meist Titan, da es besonders gewebefreundlich,
Bild rechts: Schematischer Aufbau der Implantatkomponenten |
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Makro- und Mikrodesign
Grundsätzlich wird beim Design zwischen Makro- und Mikrodesign unterschieden. Das Makrodesign beschreibt die äußere Form und die mit bloßem Auge erkennbare Oberfläche des Implantates.
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Die Außenflächen der Implantate sind mit makroskopischen Retentionen, meist Schraubengängen versehen, über die sie ihren Halt im Knochen finden.
< Typische zusammengesetzte Zahnimplantate mit verschiedenen Oberflächenbeschichtungen |
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Es können aber auch Löcher bzw. Perforationen oder Flügel am Implantatzylinder für das Um- oder Einwachsen des Knochens genutzt werden.
Diese Retentionen bewirken zunächst den rein mechanischen Halt des Implantates. Im weiteren Verlauf der Heilung vollzieht sich die so genannte Osseointegration, wodurch das Zahnimplantat absolut fest in den
< Makrodesign eines Titani-Zahnimplantates |
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Dieser Vorgang spielt sich im mikroskopischen Bereich ab und liefert die eigentliche Verankerung des Implantates. Für die Osseointegration ist das Mikrodesign verantwortlich. Es handelt sich dabei um spezielle Oberflächenbehandlungen im mikroskopischen Bereich. Durch die jeweilige Beschaffenheit verbinden sich die Osteozyten besonders gut mit dem Material.
< Titan-Zahnimplantatoberfläche mit
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Design-Oberflächen bei Titan-Zahnimplantaten
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In den meisten Fällen handelt es sich bei der Oberflächenkonditionierung um Ätzverfahren, Sandstrahlen, mikroskopisches Aufrauen mit Sprayverfahren durch die die Oberfläche vergrößert wird oder um Kombinationen derselben.
Weiterhin muss zwischen einteiligen und zusammengesetzten Implantaten unterschieden werden. In dem meisten Fällen handelt es sich bei einteiligen Implantaten um Durchmesser-reduzierte Implantatformen. < Mikrodesign der Oberfläche eines Titanimplantates mit Plasma-flame Beschichtung |
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Der Durchmesser liegt dabei unter den Standardgrößen die in der Regel bei über 3mm-Durchmesser anfangen, ab dem eine belastbare Innenverbindung (Aufbau und Implantat getrennt) möglich wird. Bei sog. Miniimplantaten handelt es sich also aus Stabilitätsgründen um einteilige Zahnimplantate, bei denen das Halteelement für die Prothese schon in Form eines Kugelkopfankers integriert ist.
< Einteiliges Titanimplantat mit Kugelkopfanker |
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Insbesondere bei der Fixierung von Vollprothesen zeigen sie sehr Resultate. Der Eingriff ist gegenüber Implantaten mit größeren Durchmessern geringer. Ein anderes Einsatzgebiet für einteilige Miniimplantate sind die provisorische Fixierung von Prothesen und Brücken als Interimsimplantate. Die Implantatoberflächen sind bei diesen Indikationen aber auf einen nur kurzzeitigen Verbleib ausgelegt.
< Interimsimplantat zur provisorischen Fixierung von Prothesen |
Keramik-Zahnimplantate Designs (Zirkoniumoxid-Keramik)
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Nachdem Keramik-Zahnimplantate seit Ende der 80er Jahre wegen ungünstiger Materialeigenschaften nicht mehr zum Einsatz kamen, erleben diese seit kurzem wieder eine Renaissance. Diese Keramik-Zahnimplantate bestehen aus hochfester Zirkoniumoxid Keramik, welche extrem bruchstabil ist. Bei diesen Implantaten handelt es sich derzeit auch noch um einteilige Implantate, die in der Mundhöhle nach dem Inserieren wie ein Zahnstumpf beschliffen werden müssen.
< Zirkonoxidimplantat |
Das Zirkon Zahnimplantat ist nach bisheriger Erfahrung biologisch bestens verträglich. Es hat auch den Vorteil, der natürlichen Zahnfarbe deutlich näher zu kommen (weiß statt grau), was bei ästhetischen Versorgungen von Vorteil sein kann, insbesondere wenn das bedeckende Zahnfleisch extrem dünn ist. Dem stehen allerdings auch Nachteile gegenüber, diese bestehen neben dem o.g. Beschleifen hauptsächlich in einer längeren
Einheilzeit und der Tatsache, dass sie nach dem Einsetzen für die belastungsfreie Einheilung durch eine Schiene geschützt werden müssen. Auch werden wegen des extrem harten Materials gewisse Einheilungsschwierigkeiten bzw. geringere Erfolgsquoten diskutiert.









